Comiciade 2018 – Ein Erfahrungsbericht

Wow – was für ein Wochenende! Die Comiciade 2018 hat richtig gerockt! Aber alles schön der Reihe nach. Für diejenigen, die es nicht wissen: Die Comiciade ist eine kleine Comic-Convention in Aachen, die seit 2014 alle 2 Jahre stattfindet.

Die erste Comiciade 2014 war ein einschneidendes Erlebnis für mich, weil ich darüber an den Zeichnertreff Aachen gelangt und letztendlich ArtMacoro e.V. beigetreten bin.

Auf der Comiciade 2016 war ich dann mit Don Kringel und Trollkäfer als Standhelfer am Stand von ArtMacoro. Damals hatte es einige Umstände gegeben, die einzeln wohl nicht weiter schlimm gewesen wären, aber in der Summe zu einer eher negativen Erfahrung geführt haben.

Die Veranstalter haben sich das Feedback der damaligen Aussteller zu Herzen genommen, denn die Comiciade 2018 war echt der Burner!

Statt dem muffigen Ludwigforum – das zwar ein schönes Museum, aber eine lausige Messehalle ist – fand die Comiciade diesmal im Alten Schlachthof statt; das ist eine alte Werkshalle in industrieromatischem Stil des 19. Jahrhunderts. Hier standen an den Außenwänden und im Innenraum die Künstler- und Händlertische, so dass es letztendlich O-Form war, durch die die Gäste geleitet wurden.

Die Seminarräume für Workshops und Vorträge waren draußen in Zelten untergebracht. Außerdem gab es vor der Halle gleich mehrere Foodtrucks für das leibliche Wohl.

Für den Fall, dass es geregnet hätte, hätte es auch noch Zelte gegeben, in denen man in Ruhe (und trocken) hätte essen können. ABER: Ganz ungewohnt hat Aachen sich hier ausnahmsweise von seiner sonnigen Seite gezeigt – neigt die Stadt doch für gewöhnlich dazu, in den unpassendsten Momenten ihren charakteristischen Nieselregen einzuschalten, um die Stimmung bei allen Beteiligten auf ein Minimum zu reduzieren.

Bei einem Eintrittspreis von gerade einmal 3 Euro (bei den vergangenen Comiciaden musste der Museumseintritt + Ticket für die Messe bezahlt werden, da lag man schon bei ca. 12 Euro) kamen am ersten Tag 1.500 Besucher und am zweiten sogar noch mehr. Für das kleine Geld kann man auch nur mal gucken kommen.

Das war bei der letzten Comiciade einer meine größten Kritikpunkte. Die Comiciade ist die erste Veranstaltung dieser Art in Aachen, man kann also von einer Bevölkerung ausgehen, die mehrheitlich keine Ahnung hat, was eine Comicmesse ist. 12 Euro sind zum „nur mal gucken“ natürlich zu viel, entsprechend lausig lief es 2016.

Diesmal war nachgerade die Hölle los – im positivsten aller Sinne. 😀 Die Gänge waren durchgehend gut gefüllt und es gab fantastisches Rahmenprogramm draußen in den Zelten. Geärgert habe ich mich nur darüber, dass ich keinen Standhelfer organisiert hatte und ich deshalb keinen der Vorträge und Workshops besuchen konnte.

Hinzu kam, dass auch die Tische wahnsinnig günstig waren – also selbst wenn es schlecht gelaufen wäre, wäre das finanzielle Risiko nicht ganz so hoch gewesen.

Fazit: Hut ab, vor nonplusultra, die die Con hauptsächlich organisiert haben. Tolle Stimmung, tolle Orga, tolle Location – in 2 Jahren bin ich definitiv wieder mit dabei!

 

Persönliche Einschätzung

Ich habe mich natürlich darüber gefreut, dass einige Besucher tatsächlich meine Bücher & Comics gekauft haben. Die ersten 25 Exemplare von Sileon – also die halbe Auflage – ist damit schon vergriffen. ^^

Darüber hinaus gab es echt interessante und tolle Gespräche. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre hätte ich nicht gedacht, dass so viele coole Leute auf die Comiciade kommen. Ich habe mich rundum wohl gefühlt mit euch allen! Aller liebsten Dank dafür!

Außerdem habe ich Bücher geschenkt bekommen, weil ein supernetter Kerl die Erzählungen von Robert Louis Stevenson doppelt hatte. Da soll noch einmal jemand sagen, die Aachener seien nicht nett.

Also, was mich betrifft: Sieg auf ganzer Linie! 😉

 

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